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Vom Oberalppass nach Trun 

(aus der Homepage der Cavardiras-Hütte, SAC Sektion Winterthur)

Abwechslungsreiche, landschaftlich sehr reizvolle Tour in einem wenig begangenen Gebiet der Alpen. Die Vielfalt der Gebirgslandschaft und die Abgeschiedenheit machen diese Tour zu einem Bergerlebnis der besonderen Art. Bewartete SAC-Hütten bieten als Stütz-punkte den nötigen Komfort und erlauben den Rucksack leicht zu halten. Die Bahn bringt einem wieder zum Ausgangspunkt zurück. Unmarkierte Gletscherpassagen und teilweise wegloses Gelände erfordern eine gewisse Bergerfahrung auf der sonst gut markierten Route. Schnee gibt es auch im Sommer.

Ausgangspunkt:

Oberalppass

 

Zeit:

4 bis 5 Tage

 

Hütten:

Treschhütte

041  887 14 07

  Etzlihütte 041  820 22 88
  Cavardirashütte 081  947 57 47
  Puntegliashütte 081  943 19 36
 

Schwierigkeit:

anspruchsvolles Hochgebirgstrecking in zum Teil weglosem Gelände

Ausrüstung:

hochgebirgstaugliche Kleidung und Bergschuhe, Pickel und
ev. Steigeisen, Karte, Kompass, Höhenmesser

Landeskarten:

Oberalppass / Amsteg / Trun  1:25'000

Disentis / Klausenpass  1:50'000

 

1. Tag   Oberalppass - Treschhütte    3 1/2 Std.

Von der Oberalppass-Höhe 2033m (Bahnstation, Parkplätze). Der markierte Weg führt in NE Richtung Hintere Felli und dem Fellibach folgend zur Fellilücke P 2478. Im Abstieg in die Mulde von Breitplanggen liegt oft nach Schnee. Über Murmetsbüel P 2010.3 nach Obermatt P 1841. Hier wechselt der Weg auf die linke Bachseite. Über Hinter Waldi zur Treschhütte 1475m.

2. Tag   Treschhütte - Etzlihütte    4 1/2 Std.

Von der Hütte auf dem markierten Weg nach Vorder Waldi wo ein Steg über den Fellibach führt. Der Weg steigt nun steil an, überquert den Pörtlibach am oberen Ende der Felsen auf ca. 1775m und erreicht die Ruinen von Pörtlistäfeli 1872m. Erneut den Bach querend über einen steilen Hang hoch zum ebenen Boden von Hinter Pörtlistäfeli. Vorbei an grossen Blöcken in E-Richtung, über eine weite Geröllhalde und zum Schluss durch eine Schuttrinne zur Pörtlilücke 2506m. Von hier kann der Ruchen 2812m in nicht schwieriger Kletterei bestiegen werden (SAC Clubführer Urner Alpen Ost).

Von der Lücke auf markierten Wegspuren durch grosse Blöcke und durch eine schuttige Grasrinne. Am Hubel vorbei und einen Bach querend zur Hütte von Hinter Spillaui P 2355. Auf dem Weg nördlich der Hütten von Spillaui vorbei nach Felli und weiter zur Etzlihütte 2052m.

     3. Tag   Etzlihütte - Cavardirashütte    5 1/2 Std.

Von der Etzlihütte führt der markierte Weg nach Müllersmatt 1988m und wendet sich nach rechts um den Steg über den Etzlibach zu erreichen. Weiter über Lägni und am Fusse der Felsen des Schafstöckli vorbei zum Chrützlipass 2347m. Auf dem Weg zuerst über einen Grashang und dann zwischen Felsrippen steil hinunter ins Val Strem. Auf ca. 2060m, nach den letzten Felsnasen, wo der Hang flacher wird verlässt man den markierten Wanderweg. Von hier bis zur Cavadirashütte ist die Route nicht markiert, aber gut zu finden. Auf Wegspuren dem Bach entlang in N-Richtung bis der Bach sich in verschiedene Läufe aufteilt, die sich ca. 300m nördlich von P 2036 einfach überqueren lassen. Nach gelungener Überquerung steigt man auf Wegspuren über die grasige Rippe von Plauncas Calmut steil auf, überquert den Bach um schliesslich über die Moräne das Seelein zu erreichen 2579m. In NE-Richtung über Schnee und zum Schluss sehr steiles Geröll zur Fuorcla da Strem Sut P 2841 (Wenn noch Schnee liegt ist hier Vorsicht geboten, Pickel). In NE-Richtung auf die Ebene des Brunnifirn absteigen. Über die Ebene des Gletschers zu P 2619 und leicht ansteigend, am Fusse des Gwasmet entlang zur Camona da Cavardiras 2649m.

     4. Tag   Cavardirashütte - Puntegliashütte    7 bis 8 Std.

Das schönste, eindrücklichste aber auch längste Teilstück, die Königsetappe. Von der Hütte steigt man östlich, den Markierungen folgend über den Sporn ab zum kleinen, flachen Firn-
felde, überquert dieses und erreicht das Blockfeld. Weiss-rot-weisse Markierungen weisen den Weg auf die linke Talseite des Val Cavardiras wo auf ca. 2360m die grünen Wiesen und der Wanderweg er-reicht werden. Diesem folgend, vorbei am 'Strahlerhüttli' P 2123 und über eine kurze Steilstufe hinunter zur Alp Cavrein Sura. Hier verlässt man den markierten Wanderweg, die Route bis zur Puntegliashütte ist nicht markiert. Ein Steg führt über den Bach. Die Weide in NE-Richtung zu einem Felskopf queren, wo Wegspuren zur Alp Russein da Muster 1770m führen. Hier lässt sich eventuell der Proviant ergänzen mit frischem Alpkäse und fetter Milch. Über die Brücke des Alpsträsschens auf die andere Seite des Baches und diesem entlang in N-Richtung. Nach ca. 500m führen Schafpfade rechts hoch. Durch lockere Erlen und an P 1948 vorbei an den Fuss eines steilen Grashanges. Auf Schafpfaden immer rechts der markierten Rinne bleibend steil aufsteigend auf 2250m. Hier quert man die Rinne in ein steiniges Tälchen. In NE-Richtung südlich vorbei an P2290.2 bis aufs Eck und horizontal in E-Richtung in die Val Gliems. Gleich zu Beginn der riesigen Schwemmebene den Bach queren und NE-Richtung durch den Talboden an den Fuss einer markanten, gelben Felsrippe P 2476. Rechts der Rippe die steile Schutthalde ansteigen um auf ca. 2640m ein kleines, terassenartiges Firnfeld zu er-
reichen. Weiter in NE-Richtung gegen das rote Rötidolomitriff aufsteigen. Auf ca. 2640m wendet man sich gegen Osten um durch eine breite Rinne die Fuorcla da Punteglias P 2814 zu erreichen. IN E-Richtung über den Firn zum Glatscher da Punteglias absteigen um sich in einem grossen Bogen nach Süden zu wenden in die Val Punteglias. Auf der linken Talseite führen Wegspuren und Steinmännchen zur Camona da Punteglias auf 2311m.

     5. Tag   Puntegliashütte - Trun    2 1/2 Std.

Der markierte Wanderweg führt durch steile, felsdurchsetzte Grashänge hinunter auf die Alp Punteglias um dann immer steiler abfallend das Auffangbecken zu erreichen. Ein Pfad führt über Wiesen hinunter ins Dorf. Restaurants und Einkaufmöglichkeiten liegen an der Haupt-
strasse. Der Bahnhof liegt im östlichen Ortsteil.

Variante: Von der Punteglias-Hütte wie oben zur Alp Punteglias, dann über Alp Schlans auf gut ausgebautem und markiertem Weg nach Brigels. (ca. 3 1/2 Std.) Ab Brigels mit dem Postauto zur Bahnstation Tavanasa-Breil/Brigels.

 

         

 

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